EuropaDas andere Grie­chen­land

Fotos: GNTO, Imago

Entlang der ioni­schen Küste entfaltet sich eine Route, die von leben­digen Klein­städten bis hin zu Inseln führt, die wie smaragd­grüne Juwelen im Meer liegen.

Das Beste am Grie­chen­land-Urlaub ist: Er fängt schon in Italien an. Wer dort etwa in Ancona sein Auto auf der Fähre parkt, kann entspannt die Über­fahrt durch das Adria­ti­sche und Ioni­sche Meer genießen. Ziel ist Igou­me­nitsa an der nörd­li­chen West­küste Grie­chen­lands.

Igou­me­nitsa lässt sich entspannt mit der Fähre von Italien errei­chen. Foto: GNTO / Y. Skoulas

Wer von hier nach Süden fährt, spürt schnell: Dieses Grie­chen­land ist anders – weniger über­laufen als die Insel­gruppe Kykladen, ursprüng­li­cher als Kreta und über­ra­schend grün. Grund genug, die West­küste Grie­chen­lands zu erkunden.

Parga: Farben­frohe Idylle am Meer

Erster Stopp unserer Tour ist Parga, eine male­ri­sche kleine Küsten­stadt in der Region Epirus, nur eine halbe Auto­stunde von Igou­me­nitsa entfernt. Schon aus der Ferne beein­dru­cken die pastell­far­benen Häuser, die sich an den Hang schmiegen, über­ragt von der alten Festung über der Bucht.


Rund um Parga zeigt West­grie­chen­land seine ganze Viel­falt: Steil­küsten, bewal­dete Berge und versteckte Bade­buchten. Aktiv­ur­lauber finden ideale Bedin­gungen zum Wandern oder Radfahren, Ruhe­su­chende entspannen an abge­le­genen Stränden. Beson­ders beliebt ist der weit geschwun­gene Valtos Beach – ideal für Fami­lien mit kleinen Kindern, dank flach abfal­lendem Ufer und Tavernen direkt am Wasser. In den verwin­kelten Gassen laden kleine Geschäfte und urige Restau­rants zum Verweilen ein. Auf den Spei­se­karten stehen frisches Gemüse, fang­fri­scher Fisch und regio­nale Tropfen.

Feta: So schmeckt Grie­chen­land! Foto: GNTO / F. Baltazis

Preveza: Ruhe und Authen­ti­zität

Etwa eine Auto­stunde südlich liegt Preveza, ein Gegenpol zum lebhaften Parga. In den schmalen Gassen der Altstadt trifft man auf Cafés. An der Ufer­pro­me­nade reihen sich Restau­rants, die servieren, was die Fischer morgens fangen. Dazu ein Glas Weiß­wein, ein Sonnen­un­ter­gang und der Blick aufs Meer – der perfekte Urlaubs­mo­ment.

Lefkada: Unge­wöhn­liche Über­fahrt zu den Inseln

Wen es auf die Inseln zieht, findet bei Preveza die Abzwei­gung nach Lefkada. Über eine schwim­mende Brücke gelangt man ohne Fähre auf die Insel – ganz ohne Warte­zeiten oder Fahr­plan. Zumin­dest fast. Regel­mäßig macht die schwim­mende Brücke Platz für Boote, die durch den Kanal fahren wollen. Dann klappt sie ihre Enden hoch und schwimmt zur Seite. Sind alle durch, schwimmt sie zurück und klappt sich wieder aus.

Die schwim­mende Brücke kann nur Seite schwingen, um Platz für Boote zu machen.

In Lefkada-Stadt, der char­manten Haupt­stadt, locken zwischen sand­far­benen Häusern und engen Gassen Bouti­quen, gemüt­liche Lokale und inter­es­sante Museen. Beson­ders sehens­wert sind der Platz Agios Spyridon, das Folk­lore- und Archäo­lo­gie­mu­seum sowie die Burg­ruine Agia Mavra. Vier Kilo­meter west­lich bietet das Kloster Fane­ro­meni auf einem Hügel einen spek­ta­ku­lären Ausblick. Ganz im Süden ragt das sagen­um­wo­bene Kap Doukato in die Höhe – der Legende nach soll sich hier Dich­terin Sappho ins Meer gestürzt haben.

Am Kap Doukato fühlt man sich wie am Rand der Erde. Foto: GNTO / G. Filip­pini

Nydri: Pulsie­render Küstenort

Einer der belieb­testen Küsten­orte ist Nydri. Ob Wasser­sport, Shop­ping oder Nacht­leben – der Ort ist voller Leben. Sonnen­an­beter zieht es an den berühmten Porto Katsiki: weißer Kies, türkis­blaues Wasser und steile Felsen machen ihn zu einem Post­kar­ten­motiv, das sich nach dem Aufstieg über 100 Stufen in seiner ganzen Schön­heit offen­bart.


Auch der Kathisma Beach im Nord­westen beein­druckt – tags­über ein Para­dies für Fami­lien, wird er abends ein Hotspot mit Bars. Im Süden lockt Vasi­liki Aktiv­ur­lauber an. Der stetige Wind lockt vor allem Wind­surfer aus aller Welt an. Etwas ruhiger ist es am nahe gele­genen Desimi Beach. Die geschützte Bade­bucht ist kinder­freund­lich und ideal für Erho­lungs­su­chende.

Weiße Strände, grüne Berge, blaues Meer: Kefa­lonia ist ein Insel-Juwel. Foto: GNTO / S. Mourelatou

Kefa­lonia: Magi­sche Momente

Südlich von Lefkada findet sich ein weiteres Juwel: Kefa­lonia. Die Insel begeis­tert mit weißen Stränden, tief einge­schnit­tenen Buchten und grünen Bergen, die bis ans Meer reichen. In Argos­toli, der entspannten Insel­haupt­stadt, lässt sich am Hafen oft beob­achten, wie Meeres­schild­kröten zwischen den Fischer­booten nach Futter suchen – ein magi­scher Moment für den perfekten Urlaub.

Anreise: Von Bari oder Ancona fahren Anek Lines und Super­fast Ferries nach Igou­me­nitsa.
Info: Fahr­pläne zu den Fähren gibt es unter www.anek.gr und www.superfast.com.

Noch mehr Infos zu Grie­chen­land gibt es auf www.discovergreece.com/de und www.visitgreece.gr


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