Experten-TippSehen und gesehen werden

Die Fahr­rad­saison naht – doch ist für gute Sicht­bar­keit gesorgt? Die Tage sind immer noch kurz, das Wetter oft trüb. Zeit, an Licht und Sicht­bar­keit zu denken.


Hell­tö­nende Fahr­rad­klingel
Unter­stützt das wahr­ge­nommen werden auch akus­tisch: Ein heller Klang wird im Stra­ßen­ver­kehr meist besser wahr­ge­nommen als die meist tieferen Verkehrs­ge­räu­sche.

Weißer Front­re­flektor
Er kann separat ange­bracht oder im Front­schein­werfer inte­griert sein.

Weißes Vorder­licht
Es muss eine K‑Nummer vorhanden sein, das ist das amtliche Prüf­zei­chen des Kraft­fahrt­bun­des­amtes.

Pedal-Rück­strahler
Je zwei oran­ge­far­bene pro Pedal.

Roter Rück­strahler
Kenn­zeich­nung mit Wellen­linie, K‑Prüfnummer und Z‑Zeichen für zuge­las­sene Bauart. Kann in das Rück­licht inte­griert sein.

Rotes Rück­licht
Es benö­tigt die Wellen­line mit K‑Prüfnummer.

Seit­liche Refle­xion
Weiße Hülsen an jeder Speiche oder zwei gelbe Reflek­toren pro Laufrad oder ein umlau­fender weißer Reifen­re­flex­streifen.

Rück­spiegel
Durch ihn kann der rück­wär­tige Verkehr besser beob­achtet werden – ersetzt aber nicht den Schul­ter­blick.

LED-Schein­werfer
Vor allem mit Tagfahr- und Fern­licht empfeh­lens­wert.

Fahr­rad­helm
Gibt es auch mit Reflek­toren und Rück­leuchten. Diese benö­tigen kein Prüf­zei­chen.

Reflek­tie­rende Klei­dung
Etwa Reflek­tor­weste, reflek­tie­rende Körper­gurte oder Klei­dung mit reflek­tie­renden Elementen.

Blinker am Fahrrad
Benö­tigen ein K‑Prüfzeichen. Blinker an Hand­schuhen, Ruck­sack oder Helm brau­chen kein Prüf­zei­chen.

Fahrrad-Über­schuhe
Für trockene Füße, am besten reflek­tie­rend.

Reflek­tor­reifen
Für trockene Füße, am besten reflek­tie­rend.

Klicken Sie auf die -Zeichen für weitere Infor­ma­tionen zu den Berei­chen.


Drei Fragen an Marcel Mühlich

Marcel Mühlich ist Experte für Verkehrs­si­cher­heit beim ACE.

Wie vermeide ich gefähr­liche Situa­tionen?

Um gefähr­liche Situa­tionen möglichst zu vermeiden, ist es entschei­dend, sie führ­zeitig zu erkennen. Das ist jedoch gar nicht so einfach: Es bedeutet, nicht nur mit den Fehlern anderer zu rechnen, sondern sich auch darüber bewusst zu sein, selbst welche zu machen. Um dann besser gesehen zu werden, helfen Beleuch­tung auch am Tag, Reflek­toren am Rad und zudem helle, besser signal­far­bene Klei­dung mit reflek­tie­renden Elementen.

Wie verhalte ich mich richtig?

Um gut wahr­ge­nommen zu werden ist das Verhalten in der Tat sehr wichtig: den Blick­kon­takt zu anderen herstellen und sich möglichst sicher auf der Straße posi­tio­nieren. Beispiels­weise auf tote Winkel achten und sie möglichst meiden, vor allem wenn Fahr­zeuge beim Abbiegen schneiden könnten. Menschen zu Fuß verlassen sich oft nur auf ihr Gehör beim Über­queren von Straßen, Auto­türen werden plötz­lich geöffnet. Für all diese Gefah­ren­si­tua­tionen gibt es Indi­zien, die es zu erkennen gilt. Sie lassen erahnen, was gleich passieren könnte: Klappen Spiegel ein? Es könnten Türen aufgehen. Sind Räder einge­schlagen? In diese Rich­tung könnte das Auto gleich losfahren.

Welchen Rat haben Sie für Radfah­re­rinnen und Radfahrer?

Grund­sätz­lich gilt: konzen­triert bleiben, immer brems­be­reit sein und nur so schnell fahren, dass immer genug Zeit zum Reagieren bleibt.


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