„Ein Stadtbesuch mit dem Auto kann im europäischen Ausland schnell teuer werden. Nicht immer ist die Einfahrt überall erlaubt oder kostenlos.“

Autourlaub
Viele europäische Städte beschränken inzwischen die Einfahrt für Autos. Hintergrund sind Luftreinhaltung, Verkehrsberuhigung und der Schutz historischer Innenstädte. Für Reisende bedeutet das: Wer im Urlaub mit dem Auto Städte besuchen will, sollte sich vorher über lokale Regeln informieren. Grundsätzlich lassen sich drei Arten von Beschränkungen unterscheiden:

Umweltzonen (Low Emission Zones, LEZ) – sind die häufigsten Beschränkungen. Hier entscheidet die Abgasnorm des Fahrzeugs über die Zufahrt. In Frankreich etwa ist in Städten wie Paris oder Lyon die Crit’Air-Plakette Pflicht. Ohne gültige Vignette drohen Bußgelder ab etwa 68 Euro. Spanien hat seit 2023 Umweltzonen in allen Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern eingeführt. In Metropolen wie Barcelona müssen ausländische Fahrzeuge meist vorab online registriert werden – andernfalls drohen Strafen von rund 200 Euro. Auch in Belgien gilt in Städten wie Brüssel oder Antwerpen eine Registrierungspflicht.
Verkehrsberuhigte Zonen – etwa die italienischen ZTL (Zona a Traffico Limitato). Historische Stadtkerne – zum Beispiel in Florenz oder Rom – sind häufig nur für Anwohnerinnen und Anwohner oder Fahrzeuge mit Sondergenehmigung zugänglich. Auch Hotelgäste können nicht immer einfahren. Kameras kontrollieren die Einfahrten automatisch. Verstöße können schnell mehrere hundert Euro kosten.

City-Maut – sie wird teilweise zusätzlich in mehreren europäischen Metropolen erhoben, auch außerhalb der EU, wie in London. Dort gibt es die Congestion Charge, bei der Autofahrende für die Einfahrt in die Innenstadt täglich eine Gebühr zahlen müssen. Ähnliche Systeme existieren unter anderem auch in Mailand, Stockholm und Göteborg.

Darauf sollten Autofahrende achten
- Regeln vor Reise prüfen: Viele Städte haben eigene Umweltzonen oder Zufahrtsbeschränkungen.
- Plaketten oder Registrierung nötig: In manchen Ländern müssen Fahrzeuge vorab online registriert werden (z. B. Belgien oder Spanien)
- Navigationsgeräte helfen nicht immer: Zonen sind nicht in allen Navis zuverlässig hinterlegt.
- Hotels in Altstädten: In italienischen verkehrsberuhigten Zonen muss oft das Hotel das Kennzeichen melden.
- Kameras überwachen Einfahrten: Verstöße werden meist automatisch erfasst.
- Strafen kommen auch nach Deutschland: Innerhalb der EU arbeiten Behörden zusammen, sodass Bußgelder häufig auch grenzüberschreitend zugestellt und eingetrieben werden.
Mehr zu Mautgebühren und Umweltzonen in Europa: www.ace.de/maut
