Frankreich ist bekannt für die Tour de France. Aus Highlights des beliebten Radrennens lässt sich ganz leicht eine Camper-Tour de France zusammenstellen. Eine abwechslungsreiche Reise durch Südfrankreich.

Ardèche:
Natur pur
Anfang August war die Tour de France der Frauen. Zwei Etappen führten durch das landschaftlich reizvolle Département Ardèche. Der gleichnamige Fluss lädt ein zum Schwimmen oder Kajakfahren. Verschiedene Wanderwege führen durch das Flusstal.

Die Ardèche ist überall schön. Unten am Fluss …

oder auf bewaldeten Höhenlagen.

Besonders beeindruckend ist die große Steinbrücke Pont d’Arc.

Lohnenswert ist auch der Besuch eines der zahlreichen Lavendelfelder.
Wenige Kilometer entfernt vom Fluss liegt die Chauvet-Grotte. Die hier entdeckten Höhlenmalereien zählen zu den bedeutendsten archäologischen Funden weltweit. Das Original kann nicht besucht werden, doch gibt es einen sehenswerten modernen Nachbau. Eine Online-Reservierung im Vorfeld empfiehlt sich.
Nah am Fluss liegen reichlich große Campingplätze. Etwas abseits liegen aber auch kleine ruhigere Plätze ganz in der Natur. Die kleinen Umwege dorthin lohnen sich!

Carcassonne:
Das Mittelalter lebt!
Die Festung von Carcassonne begeistert nicht nur Mittelalterfans. Hier startete dieses Jahr die vierte Etappe der Tour de France der Männer. Mit gut drei Kilometer langen Burgmauern und 52 Türmen zählt die Anlage zu den besterhaltenen Festungsstädten Europas.
1 Türme
hat die Festungsanlage Carcassonne
Große Teile davon lassen sich kostenlos besuchen. Im Sommer finden regelmäßig Aktionen für Kinder statt. Hier wird das Mittelalter für Groß und Klein lebendig. Beim Festival von Carcassonne werden innerhalb der Burgmauern sogar Konzerte gegeben. Ein einmaliges Ambiente.


Ebenfalls viele Zeugnisse aus der Vergangenheit gibt es in Béziers zu sehen. Die Stadt liegt nah am Meer, gut eine Autostunde von Carcassonne entfernt. Highlights sind die Kathedrale, die verwinkelte Altstadt und die vielen Brücken.
Eine davon ist eine kuriose Besonderheit: In wird der Canal Du Midi über eine Brücke über den Fluss Orb geführt. Eine Flussbrücke sozusagen.


Der Platz Camping de la Cité ist für einen Besuch perfekt gelegen. Die Stellplätze sind groß und die Ausstattung modern. Zu Fuß ist es eine entspannte Viertelstunde bis zur Burg. Zum Meer fährt man etwa eine Stunde.

Pyrenäen:
Versteckte Wasserfälle
Aulus les Bains liegt mitten in den Pyrenäen, südlich von Toulouse. 2024 führte die Tour de France durch den 100-Seelen-Ort und direkt danach über den Pass Col d‘Agnes.

Mit dem Camper fährt es sich ganz entspannt, dank gut ausgebauter Bergstraßen.

So lässt sich die schöne Berglandschaft wunderbar genießen.

In den Tälern liegen zum Teil nette kleine Anglersehen.

In den Höhenlagen sind aber auch Stauseen sehenswerte Ziele.

Einziges Hindernis könnten Kuhherden sein. Die lassen sich von nichts aus der Ruhe bringen.

Auch nicht von einem Camper, der ihnen gegenübersteht.
Aulus les Bains ist idealer Ausgangspunkt für Aktivurlauber. Mehrere Berg-Wanderwege bietet die Gegend, etwa zur Cascade d’Ars. Beeindruckende fast 250 Meter hohe Wasserfälle, die mitten in den waldigen Berghängen versteckt sind. Der Weg dorthin führt malerisch durch bewaldete Hänge.

Wer motiviert ist, sollte bei den Wasserfällen nicht umkehren, sondern weiterwandern. Der Weg ist teilweise steil und erinnert mehr an einen Klettersteig als an einen Wanderweg. Doch wer oben am Plateau ankommt, wird mit idyllischer unberührter Natur belohnt.

Für einen Tagesausflug lohnt sich auch die Schlucht Gorges de Caranca, südlich von Carcassonne. Für den Wanderweg braucht es allerdings gutes Schuhwerk und Kondition.
Der Weg geht über Stock und Stein und führt auch schon mal über abenteuerliche Brücken. Teile sind tunnelartig in den Fels geschlagen und Geländer sucht man am Abgrund vergebens. Die reichhaltige Natur und die Blicke ins Tal sind die Anstrengungen aber allemal wert!
Der Campingplatz von Aulus le Bains ist klein, hat aber genug Platz nicht nur für unseren VW California, sondern auch für große Wohnmobile. Er ist zwar etwas in die Jahre gekommen, liegt aber ruhig und schattig inmitten von Natur und besticht mit Bergblick. Dank WLAN kann man hier die Tour de France auch auf dem Handy verfolgen.


