EuropaTour de France für Camper

Fotos: Florian Ladenburger

Frank­reich ist bekannt für die Tour de France. Aus High­lights des beliebten Radren­nens lässt sich ganz leicht eine Camper-Tour de France zusam­men­stellen. Eine abwechs­lungs­reiche Reise durch Südfrank­reich.


Anfang August war die Tour de France der Frauen. Zwei Etappen führten durch das land­schaft­lich reiz­volle Dépar­te­ment Ardèche. Der gleich­na­mige Fluss lädt ein zum Schwimmen oder Kajak­fahren. Verschie­dene Wander­wege führen durch das Flusstal.

Wenige Kilo­meter entfernt vom Fluss liegt die Chauvet-Grotte. Die hier entdeckten Höhlen­ma­le­reien zählen zu den bedeu­tendsten archäo­lo­gi­schen Funden welt­weit. Das Original kann nicht besucht werden, doch gibt es einen sehens­werten modernen Nachbau. Eine Online-Reser­vie­rung im Vorfeld empfiehlt sich.

Nah am Fluss liegen reich­lich große Camping­plätze. Etwas abseits liegen aber auch kleine ruhi­gere Plätze ganz in der Natur. Die kleinen Umwege dorthin lohnen sich!



Die Festung von Carcas­sonne begeis­tert nicht nur Mittel­al­ter­fans. Hier star­tete dieses Jahr die vierte Etappe der Tour de France der Männer. Mit gut drei Kilo­meter langen Burg­mauern und 52 Türmen zählt die Anlage zu den best­erhal­tenen Festungs­städten Europas.

hat die Festungs­an­lage Carcas­sonne

Große Teile davon lassen sich kostenlos besu­chen. Im Sommer finden regel­mäßig Aktionen für Kinder statt. Hier wird das Mittel­alter für Groß und Klein lebendig. Beim Festival von Carcas­sonne werden inner­halb der Burg­mauern sogar Konzerte gegeben. Ein einma­liges Ambi­ente.

Schon von außen fühlt man sich ins Mittel­alter versetzt.
Auch innen hat sich sehr viel erhalten, wie etwa die Basi­lika Saint-Nazaire.

Eben­falls viele Zeug­nisse aus der Vergan­gen­heit gibt es in Béziers zu sehen. Die Stadt liegt nah am Meer, gut eine Auto­stunde von Carcas­sonne entfernt. High­lights sind die Kathe­drale, die verwin­kelte Altstadt und die vielen Brücken.

Eine davon ist eine kuriose Beson­der­heit: In wird der Canal Du Midi über eine Brücke über den Fluss Orb geführt. Eine Fluss­brücke sozu­sagen.

Der beste Weg in die Stadt ist über die große mittel­al­ter­liche Fußgän­ger­brücke.
Manchmal brau­chen auch Flüsse eine Brücke. Hier fließt der Canal du Midi über den Fluss Orb.

Der Platz Camping de la Cité ist für einen Besuch perfekt gelegen. Die Stell­plätze sind groß und die Ausstat­tung modern.  Zu Fuß ist es eine entspannte Vier­tel­stunde bis zur Burg. Zum Meer fährt man etwa eine Stunde.



Aulus les Bains liegt mitten in den Pyre­näen, südlich von Toulouse. 2024 führte die Tour de France durch den 100-Seelen-Ort und direkt danach über den Pass Col d‘Agnes.

Aulus les Bains ist idealer Ausgangs­punkt für Aktiv­ur­lauber. Mehrere Berg-Wander­wege bietet die Gegend, etwa zur Cascade d’Ars. Beein­dru­ckende fast 250 Meter hohe Wasser­fälle, die mitten in den waldigen Berg­hängen versteckt sind. Der Weg dorthin führt male­risch durch bewal­dete Hänge.

Male­ri­scher können Wasser­fälle kaum liegen. Die Cascade d‘Ars in den Hängen der Pyre­näen.

Wer moti­viert ist, sollte bei den Wasser­fällen nicht umkehren, sondern weiter­wan­dern.  Der Weg ist teil­weise steil und erin­nert mehr an einen Klet­ter­steig als an einen Wanderweg. Doch wer oben am Plateau ankommt, wird mit idyl­li­scher unbe­rührter Natur belohnt.

Kaum ein Mensch verirrt sich auf dieses idyl­li­sche Plateau über dem Wasser­fall.

Für einen Tages­aus­flug lohnt sich auch die Schlucht Gorges de Caranca, südlich von Carcas­sonne. Für den Wanderweg braucht es aller­dings gutes Schuh­werk und Kondi­tion.

Der Weg geht über Stock und Stein und führt auch schon mal über aben­teu­er­liche Brücken. Teile sind tunnel­artig in den Fels geschlagen und Geländer sucht man am Abgrund verge­bens. Die reich­hal­tige Natur und die Blicke ins Tal sind die Anstren­gungen aber allemal wert!

Zu Beginn führt der Weg noch entspannt am Fluss entlang.

Später gilt es aben­teu­er­liche Brücken zu bewäl­tigen.

Nichts für Menschen mit Höhen­angst sind die in den Fels gehauenen Wege.

Der Camping­platz von Aulus le Bains ist klein, hat aber genug Platz nicht nur für unseren VW Cali­fornia, sondern auch für große Wohn­mo­bile. Er ist zwar etwas in die Jahre gekommen, liegt aber ruhig und schattig inmitten von Natur und besticht mit Berg­blick. Dank WLAN kann man hier die Tour de France auch auf dem Handy verfolgen.


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