Der Volvo EX30 hat deutlich weniger Platz als etwa ein VW Golf. Aber was ist, wenn man mehr Platz für einen Bade- oder Surfurlaub braucht? Mit einer Heckbox lässt sich das Kofferraumvolumen quasi verdoppeln. Wir haben die Uebler B1 Heckbox ausprobiert.
Im Alltag bietet sich ein kleiner Crossover wie der Volvo EX30 an – kompakt, wendig, leicht zu parken. Doch spätestens vor dem Urlaub wird der Platz knapp. Genau dafür gibt es seit ein paar Jahren spezielle Heckboxen.




Montiert wird die Box auf einen klassischen Fahrradträger.
Zwei integrierte Rollen erleichtern den Transport zur und von der Garage.
Die Montage ist dank Schnellverschlüssen sehr einfach.
So entsteht Platz für sperrige oder schmutzige Gegenstände, vom Kinderwagen bis zur Campingausrüstung.
0 Liter
fasst die getestet Uebler B1 Heckbox
Überraschend einfache Montage
Weil sie nur 13 Kilogramm wiegt, kann sie von einer Person getragen und montiert werden. Der Vorteil der integrierten Rollen hält sich aber in Grenzen. Denn auf einen Fahrradträger fest montieren lässt sich die Box nur im leeren Zustand. Einfach zuhause beladen und zum Auto transportieren, das funktioniert leider nicht.
Dafür ist die Montage easy: Dank Schnellverschlüssen im Boden der Heckbox sitzt sie in weniger als zwei Minuten auf dem passenden Fahrradträger von Uebler. Achtung: Auch nur für diesen gibt es eine Freigabe.
Im Fahrbetrieb überzeugt das System
Die Box dockt fest an den Fahrradträger an und bleibt somit auch abklappbar – so kommt man weiter gut an den Kofferraum. Mit bis zu 45 Kilogramm Zuladung ist genug Reserve für Urlaubsgepäck vorhanden. Das Fahrverhalten ändert sich kaum, das Fahrzeug bleibt sicher und agil.
Allerdings wird das Fahrzeug deutlich länger:
Apropos Ladesäule: Da die Heckbox im Windschatten sitzt, hat sie kaum Einfluss auf den Verbrauch. Beim Volvo lag der Mehrverbrauch unter einer Kilowattstunde pro 100 Kilometer, bei Verbrennern wird der Unterschied kaum messbar sein. Zugelassen sind Geschwindigkeiten bis 130 km/h.
Nicht alles ist perfekt
Der Preis von knapp 850 Euro allein für die Box ist eine Ansage. Dazu kommt der Fahrradträger, der je nach Modell sogar noch mehr kostet. Auch die Bedienung könnte komfortabler sein. Die Box lässt sich nur mit zwei Händen öffnen – das nervt im Alltag, weil so Einkäufe oder andere Gegenstände immer erst abgelegt werden müssen. Zudem ist die Oberfläche in Klavierlackoptik anfällig für Kratzer.
Fazit
Für große, sperrige oder auch schmutzige Gegenstände ist eine Heckbox eine clevere Lösung. Wertsachen oder temperaturempfindliche Dinge gehören allerdings nicht hinein. Zwar hat die Box ein Schloss, aber der Deckel wäre im Zweifel schnell aufgebrochen. Wer regelmäßig an die Grenzen seines Kofferraums stößt, findet hier jedoch eine praktische Erweiterung. So wächst der Cityflitzer aus sich heraus und wird zum entspannten Cruiser für den Familienurlaub.






