EuropaDer Kleine Camping-Knigge

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Zum ersten Mal auf dem Camping­platz und Angst vor unge­schrie­benen Regeln? Keine Sorge! Mit Tole­ranz und Rück­sicht­nahme lassen sich die meisten Strei­tig­keiten vermeiden. Worauf man achten sollte, zeigt unser Camping-Knigge.


Keines­falls das Urlaubs­mobil einfach vor der Einlass­schranke parken – damit wäre die Zufahrt für andere Camper blockiert. In der Regel haben Camping­plätze einen Park­be­reich an der Rezep­tion.

Einrichten am Platz – Fahren Sie bitte nur mit Schritt­ge­schwin­dig­keit zur gebuchten Parzelle. Vor dem Aufbau sollten Sie die beste Posi­tion klären: Aus welcher Rich­tung kommt die Sonne im Verlauf des Tages? Leuchtet abends eine Lampe, die stören könnte? Besser im Vorfeld fünf Minuten über­legen, als später zigmal die Posi­tion ändern. Das ist jedes Mal mit Lärm verbunden und kann die Nach­barn stören.

Mehr­ma­liges Umparken beim Aufbau vermeiden.

Das Land­strom­kabel am Rand der Parzellen zum nächsten Strom­kasten führen. Keines­falls quer über eine Nach­bar­par­zelle, selbst wenn diese gerade unbe­legt sein sollte.


Ein freund­li­cher Blick oder ein kurzes Nicken sorgt in der Regel für eine gute Atmo­sphäre zu den neuen Nach­barn auf Zeit. Wer beim Grillen den ganzen Platz einne­belt, kann sich kriti­scher Blicke sicher sein.

Rauch­zei­chen haben auf dem Camping­platz als Kommu­ni­ka­ti­ons­mittel ausge­dient.
Musik und Gespräche auf Zelt­laut­stärke halten.

Stets ein großes Reiz­thema: Lärm. Laute Musik und lange Tele­fo­nate nerven irgend­wann, gerade in den Abend­stunden. Zelt­wände isolieren den Schall prak­tisch null, dessen sollte man sich immer bewusst sein. Auch das Schep­pern einer zuge­schla­genen Schie­betür infor­miert sämt­liche Nach­barn über einen nächt­li­chen Toilet­ten­gang.


Dass die Toilette so verlassen wird, wie man sie selbst gerne vorfinden würde, sollte selbst­ver­ständ­lich sein. Achtung: Toilet­ten­pa­pier muss bei manchen Plätzen mitge­bracht werden – gerade in Südeu­ropa. Kasset­ten­toi­letten dürfen nur im dafür vorge­se­henen Bereich entleert werden. Keines­falls den Frisch­was­ser­schlauch für Wasser­tanks zum „Einmal-Durch­spülen“ verwenden.

Wer ausgiebig duscht, sollte diesem Vergnügen nicht unbe­dingt zu den Stoß­zeiten morgens und abends frönen. Bade­schläpp­chen oder Flip-Flops sind Stan­dard, genauso wie ein peni­bles Abziehen der Wasser­la­chen danach. Dafür stehen entspre­chende Schieber bereit.

Kasset­ten­toi­letten nur im ange­zeigten Bereich entleeren.
Kehr­woche ist nicht Pflicht, aber die sani­tären Anlagen sollten sauber gehalten werden.

Der Abwasch lässt sich am besten in einer kleinen Wanne trans­por­tieren, die am Spül­be­cken weiter genutzt werden kann. Keines­falls sollte man statt­dessen einfach zwei Wasch­be­cken belegen. Auch hier gilt: Sauber­keit als Achtung vor den Mitcam­pern.

Zum Wäsche­wa­schen stehen in der Regel spezi­elle Becken bereit, das Spül­be­cken ist tabu.

Trotz Urlaub sollten Sie nicht unbe­dingt nur in Unter­hose bekleidet zum Wasch­haus laufen, der Weg gilt quasi als öffent­li­cher Raum. Abkür­zungen über Nach­bar­par­zellen können Konflikte provo­zieren.


Im Team baut es sich leichter ab, logisch. Manche Fami­lien aber lassen den gesamten Platz laut­stark an ihren Pack­stra­te­gien und ‑Fort­schritten teil­haben – das muss nicht sein.

Wer morgens in der Früh abreist, kann oft bereits am Vorabend zahlen. Dass das Verstauen der letzten Pack­stücke, das etwaige Ankup­peln und der Motor­start früh­mor­gens so leise wie möglich erfolgen sollte, ist selbst­ver­ständ­lich.

Müll­tren­nung ist meist Stan­dard.

Ein letzter Blick zurück: keinen Müll zurück­ge­lassen? Abfall wird in den meisten euro­päi­schen Ländern getrennt, ganz wie zuhause.

Mit etwas Rück­sicht und diesem Knigge im Gepäck steht dem Camping-Spaß nichts mehr im Wege.


Gleich weitersagen!